Pflege
Parkett reinigen und pflegen: So geht es richtig
Von PenRose Parkettgestaltung ·

Parkett ist pflegeleichter als sein Ruf. Mit den richtigen Mitteln und ein paar Regeln bleibt ein Holzboden jahrzehntelang schön. Die wichtigste Frage zuerst: Ist Ihr Parkett geölt oder lackiert? Danach richtet sich fast alles.
Geölt oder lackiert? So finden Sie es heraus
Geben Sie an einer unauffälligen Stelle einen Tropfen Wasser auf den Boden. Bleibt er als Perle stehen und das Holz glänzt gleichmäßig, ist es meist lackiert. Zieht der Tropfen nach einigen Minuten ein und dunkelt das Holz leicht nach, ist es geölt oder gewachst. Geölte Böden fühlen sich außerdem wärmer und etwas offenporiger an.
Parkett richtig wischen
- Erst saugen: Sand wirkt wie Schmirgelpapier. Nutzen Sie einen Staubsauger mit Parkettdüse oder einen weichen Besen.
- Nebelfeucht, nicht nass: Das Tuch gut auswringen – es darf kein Wasser auf dem Boden stehen bleiben. Stehendes Wasser lässt Holz quellen.
- In Faserrichtung: Wischen Sie entlang der Maserung, dann bleiben keine Streifen.
- Zwei Eimer: einer mit Reinigungswasser, einer zum Ausspülen – so verteilen Sie den Schmutz nicht wieder.
- Das passende Wischsystem: ein flacher Wischmopp mit Baumwoll- oder Mikrofaserbezug, der sich gut auswringen lässt.
Womit Parkett wischen?
Geöltes Parkett wischen Sie mit einer Holzbodenseife. Sie reinigt und gibt dem Holz bei jedem Wischen ein wenig Pflege zurück. Lackiertes Parkett reinigen Sie mit einem Parkettreiniger für versiegelte Böden.
Ungeeignet sind Allzweck- und Scheuerreiniger, Dampfreiniger, Ammoniak und Spülmittel in größerer Menge. Auch Essig ist keine gute Idee: Er greift Öl- und Wachsoberflächen an. Beliebte Hausmittel wie schwarzer Tee frischen dunkle Böden höchstens optisch auf – sie ersetzen keine Pflege.
Wie oft wischen?
- Saugen: ein- bis zweimal pro Woche, im Eingangsbereich öfter
- Feucht wischen: etwa alle ein bis zwei Wochen – oder wenn der Boden sichtbar schmutzig ist
- Flecken: sofort mit einem feuchten Tuch aufnehmen
Zu häufiges Wischen schadet mehr, als es nützt. Bei geölten Böden kann es die Schutzschicht schneller auslaugen.
Pflege für geöltes Parkett
Geöltes Holz braucht regelmäßig Nachschub. Neben der Holzbodenseife empfiehlt sich in stark begangenen Bereichen ein- bis zweimal im Jahr ein Pflegeöl, das Sie dünn auftragen. Alle zwei bis drei Jahre lohnt sich eine professionelle Grundreinigung mit neuer Ölschicht – mehr dazu bei Parkett ölen lassen.
Pflege für lackiertes Parkett
Lack ist pflegeleichter. Zwei- bis viermal im Jahr können Sie ein Pflegemittel für versiegeltes Parkett ins Wischwasser geben. Es füllt feine Kratzer und schützt den Lack. Wird der Lack in Laufstraßen matt und grau, ist das ein Zeichen für ein Recoat – bevor der Lack durchgelaufen ist und das Holz Schaden nimmt.
Vorbeugen ist die beste Pflege
- Filzgleiter unter Stühlen und Tischen, regelmäßig kontrollieren und tauschen
- Sauberlaufzone: eine gute Fußmatte innen und außen am Eingang
- Bürostuhl: weiche Rollen oder eine Bodenschutzmatte
- Teppiche: Unterlagen ohne Weichmacher wählen – manche Gummimatten verfärben geöltes Holz
- Saugroboter: in Ordnung, wenn Räder und Bürsten weich sind; Wischfunktion nur nebelfeucht
- Raumklima: rund 20 °C und 50 bis 60 % Luftfeuchte halten das Holz ruhig – mehr dazu unter Raumklima für Parkett
Wann der Profi ran sollte
Graue Laufstraßen, eingezogene Flecken oder Stellen, an denen das Holz offen liegt, bekommen Sie mit Wischen nicht mehr weg. Dann hilft eine Tiefenreinigung mit neuer Imprägnierung oder ein Schliff. Wir übernehmen die Parkettpflege auf Wunsch auch regelmäßig im Wartungsvertrag – zum Beispiel in Wiesbaden. Bei Kratzern und Wasserflecken helfen unsere Ratgeber zu Kratzern und Wasserflecken.


